Meine Reise nach Indien - zwischen Disziplin, Hingabe und Heimkommen
05.01.2026
Wie schnell doch die Zeit vergeht...
Am 20.11.2025 bin ich aus Indien (Rishikesh) zurückgekehrt und doch fühlt es sich so an, als wäre ein Teil von mir dort geblieben. Vielleicht am Ufer des Ganges, vielleicht in einem der stillen Morgenmomente im Ashram, vielleicht einfach in diesem besonderen Raum, den diese Reise in mir geöffnet hat.
Ich war in Rishikesh, der Stadt am heiligen Ganges, um meine 200-Stunden-Yoga-Ausbildung in einem traditionellen Ashram zu absolvieren. Eine Zeit, die intensiver, fordernder und zugleich nährender war, als ich es mir je hätte vorstellen können. Gebucht hatte ich meine Reise über die Yoga India Foundation, welche mir bereits im Vorfeld mit vielen Tipps, Hinweisen und Antworten zur Seite stand. Vor Ort angekommen, haben wir ebenfalls viel Unterstützung bei aufkommenden Fragen bekommen. Unsere Gruppe bestand aus 13 Personen unterschiedlichster Herkunft.
Die kleine Gruppengröße hat mir besonders gefallen, da die Lehrer so auf alle Teinehmenden eingehen konnten. Unterrichtet wurde auf Englisch und die schriftlichen Prüfungen konnten in Deutsch absolviert werden.
Der Alltag war klar strukturiert: frühes Aufstehen, tägliche Praxis, Philosophie, Anatomie, Prüfungen. Dazwischen Mantragesänge, Chai-Zeremonien, stille Momente und immer wieder Begegnungen - mit anderen, aber vor allem mit mir selbst. Es gab Tage, an denen mich die Asanas an meine physischen Grenzen gebracht haben.

Und Tage, an denen etwas ganz anderes schwerer wog: Zweifel, Erschöpfung, innere Widerstände. Es gab Momente, in denen ich ehrlich dachte: Ich schaffe das nicht. Ich breche ab.
Und dann, fast leise, kamen diese anderen Augenblicke. Still, klar, kraftvoll. Augenblicke in denen ich wusste, warum ich hier bin. Und, dass Aufgeben keine Option ist.
Wir wurden gefordert, aber auch getragen. Liebevoll begleitet, versorgt, gehalten in einem Rahmen, der Disziplin und Menschlichkeit miteinander verbunden hat.
An zwei Tagen haben wir als Gruppe das Ashram verlassen und und auf kleine Ausflüge begeben - in die Natur, zu Tempeln, hinein in das spirituelle Leben rund um Rishikesh. Der Trubel der Stadt, die Bilder, Gerüche und Klänge haben sich tief eingeprägt.

Was ich aus Indien mitnehme?
Dass Wachstum selten bequem ist. Dass Hingabe und Disziplin Türen öffnen, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Und dass man manchmal erst in der Fremde wirklich bei sich selbst ankommt.
Indien hat mich verändert. Nicht laut, nicht.spektakulär - sondern tief. Und ich bin dankbar für jedes einzelne Stück dieser Reise.
Wenn du Fragen hast oder mehr über unsere Ausbildung auch in den Bereichen Hatha-yoga, Ayurveda und innere Blockkaden erfaren möchtest, schreib mir gern.
